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Mittwoch, 08. Mai 2013 - 17:17 Uhr von Kerstin Zilm
Ginger Harold hat in den 70 er Jahren mit Freundinnen vor dem Rathaus Büstenhalter geschwenkt und für Gleichberechtigung demonstriert. Sie hat eine Tochter verloren, Erdbeben und eine schwere Krebserkrankung überlebt. Wenig kann sie noch beeindrucken - und bestimmt nicht die dicken weißen Ascheflocken, die vom Buschfeuer am Berg hinter ihrem Haus auf sie niederregnen oder das gespenstisch gelb-rote Leuchten der Flammen, das durch eine dicke graue ...
Montag, 25. März 2013 - 00:13 Uhr von Christine Mattauch
New York ist in diesem Winter fast schneelos, trotzdem seit Wochen kalt und ungemütlich - ähnlich wie in Deutschland. Normalerweise zeigen sich um diese Zeit schon überall Knospen und Blüten, doch diesmal – keine Anzeichen von Frühling. So zumindest schien es mir, bis ich heute nachmittag im im Brooklyn Botanical Garden spazieren ging. Es war der erste halbwegs warme und sonnige Tag seit langem. Aber die Natur hat vorgearbeitet, oder sich ...
Samstag, 26. Januar 2013 - 11:19 Uhr von Hilja Müller
In den Emails, die ich aus Deutschland bekomme, geht es seit zwei Wochen stereotyp ums Wetter. Besser gesagt, um die knackigen Kältegrade dort. Doch  endlich kann ich mal kontern mit dem markigen Satz: „Bei uns ist es auch ganz schön kalt, heute Früh waren es nur 18 Grad!“ Bitte nicht lachen, das wäre jetzt gänzlich unangebracht. Schließlich ist der Alltag in den tropischen Philippinen jahrein, jahraus geprägt von Temperaturen jenseits ...
Mittwoch, 16. Januar 2013 - 08:37 Uhr von Julica Jungehülsing
"Was macht man eigentlich so bei 43º Grad?" fragte mich Freitag eine Radio-Kollegin aus Zürich. Als ich kurz überlegte, von welcher australischen Gruppe alias “man” ich ihr nun erzählen soll, wurde sie konkret: Was machen Sie denn bei über 40 Grad? Nun das war einfacher: Möglichst wenig. Aber das ist natürlich keine Sendung füllende noch sonderlich unterhaltsame Antwort. Da vermutlich nur ein kleiner Teil der reporterwelt-Leser auch ...
Mittwoch, 31. Oktober 2012 - 03:12 Uhr von Christine Mattauch
Am Tag nach dem Sturm ist New York eine geteilte Stadt. Die eine ist von Sandy hart getroffen – mit Überschwemmung, Stromausfall und dem Schock, trotz  High-Tech so verwundbar zu sein. Die andere hat gewaltigen Böen erlebt, aber sonst kaum unter dem Monstersturm gelitten – und probt Business as Usual. Glücklicherweise wohne ich in einem wettertechnisch privilegierten Viertel an einem Hang in Brooklyn, Park Slope. Oder vielleicht sollte ...
Montag, 29. Oktober 2012 - 21:15 Uhr von Christine Mattauch
Der Sturm ist da. Einmal mehr liegt New York in Agonie. Die Küstengebiete sind evakuiert worden, U-Bahnen und Busse fahren seit gestern abend nicht mehr. In vielen Supermärkten sind die Lebensmittelregale leergekauft und Batterien ausgegangen. Schulen und Universitäten sind geschlossen und auch der Parketthandel der Börse – gemeinhin ein sicheres Zeichen dafür, dass die Sache ernst ist. Das alles stimmt und vermittelt doch ein falsches ...
Sonntag, 28. Oktober 2012 - 15:56 Uhr von Christine Mattauch
An diesem Sonntag vormittag ist es in New York ganz schön windig – Laub wirbelt durch die Luft, und auf der Straße haben viele eine Kapuze über den Kopf gezogen. Aber das ist nichts im Vergleich zu dem, was uns offenbar bevor steht: Im Laufe der kommenden Nacht, spätestens am Montag wird Hurrikan Sandy an der Ostküste eintreffen.  Mit bis zu 120 Stundenkilometern und heftigem Regen. „Ein solcher Sturm ist noch nie da gewesen“, warnte ...
Mittwoch, 22. August 2012 - 14:42 Uhr von Birgit Kaspar
Der Aufmacher der Abendnachrichten im französischen Fernsehen ist seit Tagen „la canicule“ - die Hitzewelle. Sie ist selbst in den „Kleinen Pyrenäen“ - einem Vorgebirge der richtigen Pyrenäen – kaum zu ertragen. Nicht einmal die Vögel singen mehr tagsüber. Nur die Eidechsen sonnen sich noch auf heißen Steinen. Die Menschen hingegen haben sich in ihre Häuser zurückgezogen, Türen und Fenster fest verschlossen, auf der Südseite sogar ...
Dienstag, 24. Juli 2012 - 03:32 Uhr von Christine Mattauch
Als Anfang des Monats die erste Hitzewelle über New York hereinbrach, beschloss ich, schwimmen zu gehen. Nicht an einem der Strände, die die Metropole umgeben, sondern in einem öffentlichen Outdoor-Pool. Wenige Tage zuvor war in Greenpoint, einem Brooklyner Stadtteil, das McCarren-Schwimmbad wieder eröffnet worden, und auf das war ich neugierig. 1936 erbaut, war die auf 1500 Besucher ausgelegte Anlage in den 70er Jahren zunehmend verfallen, bis ...
Dienstag, 24. April 2012 - 04:39 Uhr von Christine Mattauch
Flip-Flops im April? Das ist krass, selbst für New York. Aber nicht in diesem Jahr. Schon Ostern liefen hier viele Leute in Sommerkleidung herum – Shorts oder Minirock, kurzärmliges T-Shirt. Und zeigten eben Flip Flops, die hier so selbstverständlich auf der Straße getragen werden wie in Deutschland in der Badeanstalt. Okay, tatsächlich stand das Thermometer für ein oder zwei Tage auf 29 Grad. Ansonsten war es sonnig, aber kühl. Ich fand ...
Dienstag, 14. Februar 2012 - 13:03 Uhr von Danja Antonovic
BRRRRRRH. Kalt. Saukalt. Scheißkalt. Minus zwanzig Grad kalt. Gefühlte Temperatur: Minus dreißig. Der Ostwind KOŠAVA fegt über die Pannonische Ebene orkanartig. Seit Tagen Schnee, Schnee, Schnee, der Himmel ist Schnee, der Boden ist Schnee, du weißt gar nicht mehr von welcher Seite kommt er. Der Schneesturm verweht dir den Atem, die Nasenspitze erfriert. Dabei ist Belgrad noch gut dran. Südserbien ist seit zwei Monaten verschneit. 70.000 ...
Donnerstag, 29. September 2011 - 20:54 Uhr von Christine Mattauch
Hurrikan Irene – schon vergessen? Erst einen Monat ist es her, dass ganze Stadtviertel in New York evakuiert wurden, weil Meteorologen den Wirbelsturm durch die Metropole ziehen sah. Irene jedoch umkurvte die Großstadt weitgehend (siehe Blog vom 30.8.). Für die meisten New Yorker war die Sache damit erledigt. Nicht so für die Bewohner des Umlands, wie ich vor zehn Tagen bei einem Besuch der Catskill Mountains feststellte, einem ...
Dienstag, 30. August 2011 - 23:11 Uhr von Christine Mattauch
  Als die deutsch-deutsche Mauer fiel, war ich in Budapest und rercherchierte für meine Diplomarbeit. Mit ungläubiger Verwunderung blickte ich auf verwaschene schwarz-weiße Fernsehbilder von jubelnden Landsleuten und konnte nicht fassen, dass ich in dieser historischen Stunde am falschen Ort gelandet war. Ähnlich fühlte ich mich, als ich vergangene Woche in München war, um ein neues Visum zu beantragen, und ...
Donnerstag, 30. Dezember 2010 - 13:23 Uhr von Christine Mattauch
Während meine deutschen Freunde von weißen Winterlandschaften berichteten, war New York bitterkalt, aber Schnee gab es nicht. Aber dann, ein Blizzard! Am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertags ging es los. Es schneite und stürmte und hörte gar nicht mehr auf. Am anderen Morgen waren mehr als 60 Zentimeter Neuschnee gefallen. Die Stadt lag in Agonie. Der Verkehr war komplett zum Erliegen gekommen. Alle Flughäfen waren ...
Dienstag, 14. Dezember 2010 - 07:26 Uhr von Julica Jungehülsing
Hart ist für Auslandsdeutsche in Australien in den letzten zehn Jahren vor allem eines gewesen: Sie durften nicht über Wetter meckern. Vor allem nicht über Regen, denn das gehört sich einfach nicht, wenn ein Kontinent die “schlimmste Dürre aller Zeiten” durchlebt.   Australier, die nebenbei gesagt auch ganz gern mal die Witterung besprechen (vor allem wenn Regen länger dauert als einen Nachmittag) ...
Samstag, 23. Oktober 2010 - 16:18 Uhr von Markus Rimmele
Zwei Tage lang sah es so aus, als käme Taifun Megi nach Hongkong. Die Prognosen auf den Wetterkarten ließen keinen Zweifel zu. Den Hongkongern wurde das Herz schwer.         Ein Super-Taifun, hieß es in der Presse. Der schlimmste seit vielen Jahren. Mit seinem Auge direkt über der Stadt! Hongkongs Katrina!! 225 km/h!!! Zeitungen zeigten Verwüstungsfotos vom letzten „direct hit“ eines ...
Mittwoch, 08. September 2010 - 00:55 Uhr von Kerstin Zilm
Das Erdbeben in Neuseeland und der Blog der heftig beben-geschüttelten Kollegin Anke Richter aus Christchurch haben mich daran erinnert, dass unsere Decken und das Notproviant für alle kalifornischen Bebenfälle mal wieder bei irgendeinem Campingtrip oder Ausflug zum Strand verschwunden sind, dass ich immernoch nicht das handbetriebene Radio gekauft habe, das es seit Wochen zum Sonderpreis im Supermarkt gibt und dass in dem Schrank, ...
Freitag, 14. Mai 2010 - 08:46 Uhr von Julica Jungehülsing
Wir freien Journalisten, Freischreiber und selbstverwalteten Wortschmied-Betriebe jammern ja auch ganz gern mal (ich hab gehört, wir sind nicht die einzigen). Über vieles auch ausführlich, lange und nicht frei von Selbstmitleid (ok, jetzt rede ich nur über mich). Themen? Mannigfaltig: Verfall der Zahlungsmoral, fehlende Selbsthilfegruppen für an Schreibblock leidende Autoren, Mangel an Kinderkrippen für selbstständige ...
Sonntag, 20. Dezember 2009 - 13:58 Uhr von Kerstin Schweighöfer
       Es ist jedes Jahr dasselbe: Sobald es mehr als drei Nächte hintereinander friert, macht sich in den Niederlanden das Eisfieber breit - eine Epidemie, die – egal, ob gross oder klein – in einem angsterregendem Rekordtempo die gesamte Nation erfasst und auch die Sprache drastisch beeinflusst. Ist doch auf einmal von Eistransplantationen die Rede, von Eismeistern - und vom Elfstedentocht, jenem heroischsten ...
Dienstag, 15. Dezember 2009 - 14:58 Uhr von Birgit Kaspar
Da saß ich gemütlich bei einer Tasse Tee mit einem Diplomaten zum Hintergrundgespräch in einem Café, als wir plötzlich von einem fürchterlichen Knall aufgeschreckt wurden. Es klang wie eine heftige Explosion – und mehrere weitere folgten. Bestürzt liefen die Kellner zur Tür, um hinauszusehen. Statten die Israelis uns zu Weihnachten einen unangekündigten Besuch ab? Oder sind irgendwelche Terroristen ...
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