Samstag, 24. April 2010 - 12:53 Uhr von Alexander Budde
Mit Gewitterblitzen, Magmaklumpen und Rauchfontänen kommt der isländische Vulkan Eyjafjallajökull zu seinem pyroklastischen Höhepunkt. Am Tage malerisch eingerahmt von den kreisenden Hubschraubern der Networks, in der Nacht von Polarlichtern aus dem Sonnenwind. Die Asche, so berichten die leidgeprüften Insulaner, macht zunehmend Mensch und Tier zu schaffen: Der feinkörnige toxische Staub liegt auf Wiesen und Äckern, ...
Dienstag, 20. April 2010 - 23:20 Uhr von Jürgen Stryjak
Der Gerechtigkeit wegen sei erzaehlt, dass Globalisierung nicht nur muerrisch (siehe Teil 1), sondern auch Spass machen kann. Naemlich dann, wenn die 23jaehrige Shari Chopra aus Duesseldorf nach einer Zwischenstation in Namibia im aegyptischen El Gouna am Roten Meer das kleine Restaurant 'Le Garage - Gourmet Burger' eroeffnet und mir heute dort den besten Burger meines Lebens servierte. Blauschimmelkaese, Walnuesse und Weintrauben auf einem ...
Dienstag, 20. April 2010 - 13:45 Uhr von Birgit Kaspar
Wenn man als Tourist seinen Beirutaufenthalt zwangsweise verlängern muss, dann denkt in Deutschland gleich jeder: Da ist wieder eine Bombe hochgegangen, der Bürgerkrieg ausgebrochen oder die Israelis haben sich an der Hisbollah gerächt. Doch weit gefehlt! Meine Freunde aus Deutschland, die mich für eine Woche besuchen wollten, verbringen nun schon den vierten Tag unfreuwillig im Zedernstaat und lernen ihn besser kennen, als sie ...
Montag, 19. April 2010 - 09:21 Uhr von Alexander Budde
„Ein Zeitfenster!“, schnauft der schreibende Kollege im Nebenraum. Hektik bricht aus: In Windeseile wird mit dem Flughafen telefoniert, ein Taxi bestellt. Vorher noch schnell nach Hause und dort den Koffer mit Zahnbürste, festem Schuhwerk und Pullover bepackt: Die Aschewolke über Stockholm hat sich vorübergehend gelichtet, das Flugverbot am Luftkreuz Arlanda wurde für ein paar Stunden gelockert – am ...
Montag, 19. April 2010 - 07:52 Uhr von Clemens Bomsdorf
Island kommt nicht aus den Schlagzeilen. Erst Bankenkollaps und Wirtschaftskrise, nun Vulkanausbruch. Ich war bis Anfang April auf der Insel und flog eine gute Woche vor dem zweiten Ausbruch wieder weg. Daher gibt es jetzt hier keine Live-Berichte, aber das können die Experten aus Island ja visuell besorgen. Dort startete der örtliche metereologische Dienst einen Überwachungsflug und brachte ein paar Bilder von der Aschewolke mit, ...
Sonntag, 18. April 2010 - 22:49 Uhr von Jürgen Stryjak
Nun, mein Junge, es heisst Globalisierung, und Globalisierung ist, wenn in Island ein Vulkan ausbricht, und ich hier in Afrika kein Hotelzimmer finde, weil massenweise Urlauber nicht in ihre Heimatlaender reisen koennen. Deren Rueckfluege wurden naemlich gestrichen.
Die Hotelbetreiber in Hurghada, wo ich heute zwangsweise eintraf, weil ich was recherchieren muss, also diese Hotelbetreiber in dieser Pauschaltouristenhoelle sagen ihren Gaesten, sie ...
Montag, 05. April 2010 - 06:56 Uhr von Clemens Bomsdorf
Sich schnell auf geänderte Situationen einstellen zu können, ist eine der großen Qualitäten der Menschen auf Island. Früher, als noch fast jeder Fischer war (und das ist gar nicht so lange her), galt es schnell zu handeln, wenn das Wetter gerade richtig war, um auf Fang zu fahren. Daher rühre die Flexibilität, heißt es.
Etliche Isländer haben aufgrund der Krise ihr Konsumverhalten anpassen müssen. ...
Mittwoch, 06. Januar 2010 - 14:16 Uhr von Alexander Budde
Wer einmal am eisigen Mahlstrom des Dettifoss oder am kalbenden Gletscher Vatnajökull stand, der weiß, was Naturgewalten sind. Die Isländer sind es gewohnt, den Elementen hilflos ausgeliefert zu sein. Doch ihr Tanz auf dem Vulkan fand mit dem Finanzbeben im Herbst 2008 ein jähes Ende. Sturmfluten wurden ausgelöst, die nun über die 320 000 Insulaner hinweg rollen. Die roten Brandfackeln der Demonstranten ...
Dienstag, 04. August 2009 - 09:32 Uhr von Clemens Bomsdorf
Seit dem Ausbruch der Finanzkrise auf Island oder soll man besser sagen seit dem Zusammenbruch der Banken dort, tauchen ständig neue Gerüchte darüber auf, wie die Banker ihre Stellung systematisch ausgenutzt haben und so zum Absturz beigetragen haben. Schon lange heißt es, die Finanzinstitute hätten ihre größten Eigner mit sehr vorteilhaften und risikobehafteten Krediten bedient. Ende vergangener Woche (also Ende ...