| Einträge aus der Kategorie Film: |
| Freitag, 30. Juli 2010 - 10:17 Uhr |
| Piraten der Südsee |
| Abgelegt unter: Film, Kultur, Reise, Reporteralltag, USA von Christine Mattauch [E-Mail] |
Oahu (Hawaii), Kamehameha Highway, gestern Nachmittag: Plötzlich stoppen Autos, einige steuern konfus den Straßenrand an, Leute springen raus mit gezückter Kamera. Ein Blick durchs Seitenfenster genügt, um zu wissen warum: Ein Segelschiff, offensichtlich mehrere hundert Jahre alt, liegt an einem kleinen Pier vor Anker. Ein Museumsschiff? Ein Restaurationsprojekt? Ein Nachbau a la Disneyland? Wir wenden. Parken am Pier, laufen zum Schiff, bis zu einer Absperrung, vor der zwei dutzend Menschen versammelt sind. Alle starren wie gebannt aufs Schiff, das aus der Nähe nicht weniger rätselhafter erscheint als aus der Ferne: Abgerissen, aber zugleich irgendwie gut in Schuss, und warum eigentlich wimmelt es hier vor Sicherheitsleuten?

Endlich macht einer den Mund auf. „Welcher Film?“ Der Security-Guy schiebt seinen Kaugummi von der rechten in die linke Backe und antwortet: „Fluch der Karibik.“ Die Menge erstarrt. Der Neugierige fragt ungerührt weiter: „Welcher Teil?“ – „Vier.“ Ein Teenager im Baskeballtrikot schreit hysterisch: „Ich habe Johnny Depp gesehen!“ Das ist aufgrund der Entfernung ganz unmöglich, und die Leute verdrehen die Augen. Aber später erzählen unsere netten Wirtsleute, dass ...[mehr] |
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| Dienstag, 01. Juni 2010 - 09:43 Uhr |
| 2 Gründe warum Australien nicht die Eurovision gewonnen hat |
| Abgelegt unter: Australien, Film, Kultur, Medien, Reise von Julica Jungehülsing [E-Mail] |
1.: Dem Land, in dem Rockstars wie Ex-Midnight-Oil-Sänger Peter Garrett Minister werden, fehlt das musikalische Talent. Eine gewagte Behauptung, zugegeben, wird aber gleich bewiesen: Hören Sie sich mal das neue 'Aussie-Lied' an. Nee, nee, halb anhören und dann wieder weg klicken gilt nicht! Schön den Regler auf laut und ganz bis zum Ende durchhalten. Und?
Eben, sag ich doch. Aber für derlei Treffsicherheit im Notenspektrum und für die dazugehörige Kampagne hat die Regierung hier unten grade 150 Millionen australische Dollar (102 Mio Euro) ausgegeben. Mein Tipp: keine douze points.
2.: Australien liegt nicht in Europa. |
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| Montag, 08. Februar 2010 - 02:51 Uhr |
| \\\"Nehmt ihn fest und erschiesst ihn!\\\" - wenig Sympathie für Roman Polanski in den USA |
| Abgelegt unter: Deutschland, Film, Frauen, Kultur, Medien, USA von Kerstin Zilm [E-Mail] |

Auf der Berlinale wird Roman Polanskis neuster Film \'The Ghost\' am Dienstag Weltpremiere feiern. Hollywoodstars und Filmschaffende aus aller Welt haben sich für die Freisprechung des Regisseurs ausgesprochen und dafür, die Diskussion um eine Tat, die 32 Jahre zurück liegt, zu beenden.
In den USA geht die Stimmung im \\\'Fall Polanski\\\' in die entgegengesetzte Richtung. Besonders seit Ausschnitte aus den Gerichtsprotokollen von 1978 veröffentlicht wurden.
Die Los Angeles Times beispielsweise berichtete basierend auf den Protokollen detailliert über die Begegnung des 43 jährigen Regisseurs mit dem 13 jährigen Mädchen im Whirlpool von Jack Nicholson. Davon, wie Polanski ihr Drogen gab, wie das Mädchen mehrfach \'nein\' sagte zu Aufforderungen, sich auszuziehen, \'nein\' sagte zu verschiedensten Formen von Sex und der Regisseur doch bekam, was er sich wünschte.
Diese Informationen brachten nicht nur den links-gerichteten Talkshow Moderator Bill Maher in Rage. Maher erklärte ...[mehr] |
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| Donnerstag, 07. Januar 2010 - 18:53 Uhr |
| Schwarzenegger nur noch eine lahme Ente |
| Abgelegt unter: Außenpolitik, Film, Umwelt, USA von Kerstin Zilm [E-Mail] |

Wer auf eine gute Portion humorischen Optimismus gehofft hatte bei Arnold Schwarzeneggers letzter Rede als Gouverneur zur Lage Kaliforniens am 06. Januar wurde enttäuscht. Na gut, da war zu Beginn die drollige Geschichte von Schwarzeneggers zu Hause, wo im Garten ein Pony und ein Hängebauchschwein zusammenarbeiten, um eine Dose Hundefutter zu öffnen und den Inhalt gemeinsam zu verspeisen. Die Fabel vom Pony und dem Hängebauchschwein sollte die kalifornischen Parlamentarier inspirieren, auch zusammenzuarbeiten. Was ein Pony und ein Hängebauchschwein schaffen, sollten doch auch Demokraten und Republikaner .... an den müden Lachern und dem schwachen Beifall der Parlamentarier war zu erkennen, dass der ehemals gefeierte Terminator-Gouvernator nun selbst dem Tierreich zuzuordnen ist. Er ist, wie man hier so schön sagt mit verbleibenden zehn Monaten im Amt nur noch eine "lame duck", eine lahme Ente.

Als Schwarzenegger vor sieben Jahren antrat, die Regierung von Kalifornien ...[mehr] |
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| Dienstag, 27. Oktober 2009 - 08:38 Uhr |
| sorry, Holland |
| Abgelegt unter: Alltag, Australien, Europa, Film, Marcus Bensmann von Julica Jungehülsing [E-Mail] |

Europa ist ja schon ein schwieriger Ort. Finden wir auf jeden Fall hier unten in Ozztralija. Ok, dass das United Kingdom eine Insel ist und daher irgendwie nicht so richtig dazu gehört, Tony Blair als EU-Boss hin oder her, ist ja halbwegs logisch. Aber Holland? Ist da bei Euch auch schon Land unter, Kerstin? Laut meinem Supermarkt jedenfalls seid ihr draußen: Klare Sache, ihr dümpelt jenseits der Eurozone irgendwo zwischen Indien, Libanon und Kosher... (die Honigwaffeln waren by the way lecker - ob nun europäisch, dutch oder made in Poland).
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| Donnerstag, 08. Oktober 2009 - 02:04 Uhr |
| Schwarzenegger im Rausch der grünen Revolution |
| Abgelegt unter: Film, Politik, USA von Kerstin Zilm [E-Mail] |
Ich sitze in einem von der Klimaanlage in einen Kühlschrank verwandelten Saal eines Nobelhotels in Beverly Hills und kann es nicht fassen: das schafft wirklich nur einer - in einer ernsthaften Diskussion vor hochrangigen Gästen aus aller Welt die Worte Klimawandel und ‚Saturday Night Fever’ in einem Satz unterzubringen: Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Beim zweiten von ihm initiierten Klimagipfel in Los Angeles sitzt er auf dem Podium mit dem ehemaligen britischen Premier Tony Blair. Und während vor dem Veranstaltungsort Demonstranten lauthals gegen Kürzungen in Krankenversorgung, Schulprogrammen, Parks und Gefängnissen protestieren, die Schwarzenegger unterschrieben hat, spricht der drinnen enthusiastisch von der grünen Revolution, die von ganz unten kommen muss. Von der Basis. Von Städten. Von Regionen. Von Kalifornien. Von Schwarzenegger.
Mal staatsmännisch nachdenklich nickend, mal zufrieden grinsend sitzt Schwarzenegger vor Flaggen aus aller Welt, begrüßt Vertreter von mehr als 70 Nationen und Regionen, von der UN und von der Regierung in Washington. Und alle, die sprechen, loben den Mann aus Österreich als Vorreiter der US-Klimapolitik, ja der Weltklimapolitik: US-Umweltministerin Lisa Jackson, Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman, Tony Blair und weil ...[mehr] |
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| Montag, 28. September 2009 - 20:53 Uhr |
| Alles muss raus |
| Abgelegt unter: Film, Kultur, Schweden von Alexander Budde [E-Mail] |
Der Hammer fällt, die Masse drängt. Eines der ersten Objekte, die am Nachmittag im Stockholmer Auktionshaus Bukowskis aufgerufen werden, ist ein 30 Jahre alter Plüschsessel in Moosgrün mit Schafsfellkissen. Ein bleicher Cineast im Strickpullover begehrt das Requisit. Zu seiner Verzweiflung sind 3000 Euro geboten. Für ein hölzernes Modell des Musentempels Dramaten wird wenig später gar der Rekordpreis von über 100 000 Euro gezahlt.
Ingmar Bergman gab sich im Leben unnahbar. Der Regisseur hauste zuletzt auf der einsamen Ostseeinsel Fårö. Mit seinem verbeulten Geländewagen fuhr er allabendlich hinüber in sein privates Kino, wo er sich vergessene Streifen ansah, aus den Zeiten als die Bilder laufen lernten. Penibler als jedes Bühnenstück wurde der Alltag inszeniert, mit handschriftlichen Regieanweisungen an die Haushälterin. Der Augenmensch umgab sich daheim mit gelber Auslegeware, roten ...[mehr] |
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| Dienstag, 18. November 2008 - 05:34 Uhr |
| Australier, wer seid Ihr...? |
| Abgelegt unter: Australien, Film, Kultur, Medien, Reise von Julica Jungehülsing [E-Mail] |
Endlich. Heute abend ist es soweit: “Australia” (The Movie) feiert Weltpremiere in Sydneys George Street. Mit rotem Teppich, Nicole, Hugh, gesperrter Innenstadt etc. Die (wenn’s gut geht) breiteren Massen werden das 150 Millionen Dollar teure Werk erst nächste Woche sehen, der europäische Rest der Welt zu Weihnachten. Aber wir hier unten wenigstens, haben den Hype dann hinter uns, hopefully. Denn dieser arme Film muss Unglaubliches leisten, auf jeden Fall wenn man hiesigen Medien folgt, die seit Wochen über kaum anderes mehr berichten (ok, für Obama gab's eine kurze Unterbrechung). Wird der Film fertig? Stirbt Hugh am Ende? Wird der Film nicht fertig? Mag Oprah Winfrey ihn? (Antwort: ja) – es ist wie im Film… Vermutlich sind alle so aufgeregt, weil Baz Luhrman den Namen des kompletten Kontinents für sein 165-Minuten-Epos vereinnahmt hat. Aber der Streifen über Drama, Rinder und Liebe zu Zeiten des zweiten Weltkriegs im Outback müsste eigentlich schon vor Erstaufführung unter der Last der Verantwortung reißen. Ehrlich, dies ist nur eine kurze Liste der Dinge, die der Film leisten soll: Er muss neue Touristenströme nach Australien locken (die Tourismus-Behörde hat Regisseur Baz 50 große Scheine extra gegeben um auch noch einen Werbespot im Stil des Films zu drehen). Er ...[mehr] |
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| Samstag, 27. Januar 2007 - 07:04 Uhr |
| Wahrheit und Klischee: Film über Bali-Bomben |
| Abgelegt unter: Film, Indonesien, Terrorismus von Christina Schott [E-Mail] |
Am 12. Oktober 2002 sprengten sich auf der Touristeninsel Bali vor einem überfüllten Nachtclub zwei Selbstmordattentäter mit einem Kleinbus voller Sprengstoff in die Luft. 202 Menschen starben in dem Inferno. Der Traum vom friedlichen Zusammenleben im Ferien-Paradies war zerstört. Der internationale Terrorismus war nach Indonesien gekommen. Nun gibt es den Film zur Bombe. Zum ersten Mal wagte sich ein indonesisches Produktionsteam an die Aufarbeitung des schwierigen Themas – und griff mitten ins Wespennest. „Hier wird der Islam schlecht gemacht,“ schreien die einen und: „Ihr vermenschlicht die Terroristen,“ die anderen. Zugegeben, die Charaktere in „Long Road To Heaven" sind fast alle überzeichnet und die Erzählstruktur mit ihren ständigen Zeitsprüngen unausgereift. Auch kann der Film - schon allein aus Kostengründen - nicht mit der perfekten Technik eines Hollywoodprodukts mithalten. Dennoch gelang es Regisseur Enison Sinaro und Produzentin Nia Dinata, die Ereignisse von allen Seiten ...[mehr] |
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| Sonntag, 29. Oktober 2006 - 13:06 Uhr |
| Vampire |
| Abgelegt unter: Film, Neuseeland, Reporteralltag von Anke Richter [E-Mail] |
| Da Hollywood neuerdings gerne in Neuseeland dreht, bleiben solche Einladungen nicht aus: Ich soll für ein Kino-Magazin den Drehort des Horror-Streifens „30 Days of Night“ besuchen. Gedreht wird in der Peripherie Aucklands, und dem Filmstoff entsprechend vor allem nachts. Die Kulissen spiegeln ein Dorf in Alaska wieder, wo im tiefen Winter, wenn die Sonne 30 Tage nicht aufgeht, Vampire über die Dorfbewohner herfallen. Klingt nicht gerade nach Leitkultur, aber es soll ja Menschen geben, die für so was ins Kino gehen. Und so stehe ich zwei Tage lang mit drei Film-Spezies aus London und Sydney im Kunstschnee herum und lasse mir täuschend echte blutige Gliedmaße, Vampirzähne und allerhand Gruseliges vorführen. Meine Kollegen sind Filmprofis und kennen alle den Zombie-Comic auswendig, auf dem dieses filmische Werk beruht – er wird hochtrabend nur „graphic novel“ genannt. Sie behandeln die ganze absurde Angelegenheit mit einer Ernsthaftigkeit und Hochachtung, als ob es sich um die Verfilmung von „Krieg und Frieden“ handelt. Der Produzent, ein typisches Hollywood-Exemplar mit weißen Turnschuhen, Fönfrisur und Dollarzeichen in den Augen, verrät, dass hier gerade 60 Millionen Neuseeland-Dollar ...[mehr] |
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>>> na, das freut mich ja, wenn Bilder und Hintergrund des Spots immerhin ...
>>> also den Eurovision-Song-Contest hätten die Aussies damit wohl wirklich ...
>>> ...da stimme ich voll und ganz zu. Besonders als ich recherchierte, dass ...
>>> ...sehr, sehr, schön - die Bilder - aber die finden ja nicht immer ...
>>> ...genau Julica, what the point? Das hat sich die begeisterte Fußballfanmehrheit ...
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